Die Heilpraktikerprüfung

Alles über die Heilpraktikerprüfung
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Rund um die Heilpraktikerprüfung findest Du auf dieser Seite wichtige Informationen zu folgenden Fragen:

 

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um Heilpraktiker zu werden?

Antwort

 

Welche Auswirkungen hat die aktuelle Änderung des Heilpraktikergesetzes 2016 / 2017?

Antwort

 

Wie läuft die Heilpraktikerprüfung ab?

Antwort

 

Was wird in der Heilpraktikerprüfung abgefragt?

Antwort

 

Wie und wo kann ich mich für die Heilpraktikerprüfung anmelden?

Antwort

 

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Antwort

 

Und danach? Wichtige Informationen zum Heilpraktikerberuf

Antwort


Voraussetzungen für die Zulassung

  1. Du musst zum Zeitpunkt der Prüfung mindestens 25 Jahre alt sein.

  2. Du musst die Schule mindestens mit einem Hauptschulabschluss beendet haben.

  3. Durch die Vorlage des polizeilichen Führungszeugnisses weist Du Deine „sittliche Zuverlässigkeit“ zur Ausübung des Heilpraktikerberufs nach.

  4. In einem aktuellen Gesundheitszeugnis wird Deine gesundheitliche Eignung, den Heilpraktikerberuf auszuüben, bescheinigt.

  5. In einer Prüfung vor dem Gesundheitsamt musst Du nachweisen, dass Du über die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügst, um die Heilkunde ohne Gefahr für die Gesundheit des einzelnen Bürgers und der Bevölkerung auszuüben.

Aktuell: Änderung des Heilpraktikergesetzes 2016 / 2017

Am 1. Dezember 2016 hat der Bundestag das "Dritte Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Gesetze" (PSG III - Bundestags-Drucksache 18/10510) verabschiedet.

 

Dieses Gesetz ist auch für Heilpraktikeranwärter relevant, weil es Änderungen des Heilpraktikergesetzes und der Zulassungsvoraussetzungen zum Heilpraktikerberuf vorsieht.

 

Folgendes ist jetzt für Dich wichtig:

 

Die Überprüfung von Heilpraktikeranwärtern wird nun bundesweit vereinheitlicht, so dass die einzelnen Bundesländer die Prüfung nicht mehr unterschiedlich handhaben können.

 

Bis spätestens zum 31.12.2017 werden bundeseinheitliche Richtlinien für die Heilpraktikerprüfung festgelegt, die sicher stellen sollen, dass die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung oder für die ihn aufsuchenden Patientinnen und Patienten bedeuten würde.

 

Fazit:

 

Der Heilpraktikerberuf bleibt gesichert, die Überprüfung wird in einigen Bundesländern deutlich anspruchsvoller. Dies ist angesichts der jüngsten Vorfälle in einer Heilpraktikerpraxis in Brüggen-Bracht, die ein großes Medienecho nach sich zogen, verständlich und wünschenswert.

 

Noch wichtiger als bisher ist es daher für Heilpraktikeranwärter, eine gründliche und wissenschaftlich fundierte Heilpraktikerausbildung zu absolvieren, um auch unter den verschärften Prüfungsbedingungen sicher und souverän bestehen zu können.


Ablauf der Heilpraktikerprüfung

Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:

 

  1. Einer schriftlichen Prüfung, in der innerhalb von 2 Stunden 60 Multiple-Choice-Fragen beantwortet werden müssen. Die Prüfung ist bestanden, wenn 75%, also 45 Fragen korrekt beantwortet wurden.
  2. Bei bestandener schriftlicher Prüfung wirst Du zur mündlichen Prüfung eingeladen. Diese findet vor dem Amtsarzt und einem Beisitzer (Heilpraktiker) statt und dient neben der weiteren Überprüfung Deiner medizinischen Fachkenntnisse insbesondere dazu, festzustellen, dass Du die Grenzen Deiner Fähigkeiten und Handlungsbefugnisse als Heilpraktiker genau kennst.

Inhalte der Heilpraktikerprüfung

Es werden medizinische Fachkenntnisse in Anatomie, Physiologie, Pathologie und Pathophysiologie überprüft in den Bereichen:

  • Blut
  • Lymphatisches System
  • Herz
  • Gefäßsystem
  • Atmungssystem
  • Verdauungstrakt
  • Urogenitalsystem
  • Hormonsystem
  • Bewegungsapparat
  • Nervensystem
  • Sinnesorgane

Weiterhin werden überprüft:


Anmeldung zur Heilpraktikerprüfung

In Berlin teilen sich zwei Gesundheitsämter die Durchführung der Heilpraktikerprüfung:

 

Für die Bezirke

  • Tempelhof-Schöneberg
  • Charlottenburg-Wilmersdorf
  • Steglitz-Zehlendorf
  • Treptow-Köpenick
  • Marzahn-Hellersdorf
  • Neukölln

ist das Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg zuständig.

 

Für die Bezirke

  • Mitte
  • Friedrichshain-Kreuzberg
  • Pankow
  • Spandau
  • Lichtenberg (Hohenschönhausen)
  • Reinickendorf

ist das Gesundheitsamt Lichtenberg zuständig.

 

Wenn Du Deinen Hauptwohnsitz in Berlin hast, richtest Du ein formloses Bewerbungsschreiben für die Heilpraktikerüberprüfung an Dein zuständiges Gesundheitsamt.

 

Dem Bewerbungsschreiben legst Du bei:

  • eine beglaubigte Kopie Deines Schulabschlusszeugnisses
  • einen unterschriebenen tabellarischen Lebenslauf und
  • einen Auszug aus dem Melderegister.

Später wird das Gesundheitsamt weitere Unterlagen anfordern:

  • einen Auszug aus dem polizeilichen Führungszeugnis und
  • ein ärztliches Gesundheitsattest.

Die genauen Zulassungsbedingungen und erforderlichen Unterlagen zur Antragstellung sowie Informationen über die fälligen Gebühren findest Du, wenn Du oben auf die Links zu den jeweiligen Gesundheitsämtern klickst.

 

Die schriftlichen Überprüfungen finden zweimal im Jahr statt, und zwar jeweils am dritten Mittwoch im März und am zweiten Mittwoch im Oktober.

 

Zurzeit beträgt die Wartezeit ca. 1,5 bis 2 Jahre ab Antragstellung.


Welche Kosten kommen auf mich zu?

Die Gesamtgebühr für die Erteilung der Heilpraktikererlaubnis beträgt in Berlin 350 €.

Diese ist in drei Teilbeträgen zu entrichten:

  • 87 € werden bei der Anmeldung fällig (das Gesundheitsamt schickt Dir dann eine Zahlungsaufforderung).
  • 88 € werden vor Antritt der schriftlichen Prüfung fällig (ebenfalls nach Zahlungsaufforderung).
  • 175 € zahlst Du, wenn Du die mündliche Prüfung bestanden hast.

Und danach? Wichtige Informationen zum Heilpraktikerberuf

Viele interessante Fakten und wissenswerte Informationen zum Berufsbild des Heilpraktikers findest Du auf der nagelneuen Webseite Heilpraktiker Fakten, die vom Berufsverband Bund Deutscher Heilpraktiker betrieben wird. Schau doch mal rein!